Halle (Saale) präsentiert sich als guter Standort für Talent-Suche

Zum ersten Mal wurden am vergangenen Wochenende (10. bis 12. Februar) junge Basketball-Talente im Rahmen des Projekts „Talente mit Perspektive“ in Halle (Saale) gesichtet. Nach zwölf Spielen (mit verkürzten Spielzeit) standen am Sonntagmittag die letzten beiden weiblichen Regionalkader von „Talente mit Perspektive“ 2017 fest. Insgesamt 72 Mädchen (Jahrgang 2003) aus Ost- und Süddeutschland hatten sich zuvor vor den Augen der Talentsichter präsentiert. Für die Auswahl der Regionalkader verantwortlich waren diesmal neben Stefan Mienack (Bundestrainer weibliche Jugend) die DBB-Talentscouts Eberhard Spissinger und Alexander May. Nach der Begrüßung am Samstagmorgen durch Stefan Mienack und Dr. Judith Marquardt (Beigeordnete Sport und Kultur der Stadt Halle) stand die erste Begegnung des Turniers an. Die Vorrunde wurde in zwei Dreiergruppen gespielt. Dabei traten die Teams der Landesverbände, zum Teil in Spielgemeinschaften, in folgender Konstellation an: In Gruppe A spielten Berlin, Baden-Württemberg und die Mitteldeutsche Auswahl Nord gegeneinander und in Gruppe B Bayern, die Spielgemeinschaft Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern und die Mitteldeutsche Auswahl Süd (die Mitteldeutsche Auswahl ist eine Spielgemeinschaft der Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen). In beiden Gruppen setzten sich die Favoriten im Laufe des Samstags deutlich durch. Die Gruppe A entschied Berlin mit zwei Siegen für sich und die Gruppe B Bayern, ebenfalls mit zwei Siegen. Nach der Vorrunde standen die ersten Begegnungen der Finalrunde an. Im Spiel der beiden Drittplatzierten setzte sich Die Mitteldeutsche Auswahl Nord mit 64:18 gegen die Spielgemeinschaft Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern durch. Das erste Halbfinale entschied Berlin mit 38:23 gegen die Mitteldeutsche Auswahl Süd für sich und im zweiten schlug Bayern die Auswahl von Baden-Württemberg mit 34:24.

Am zweiten Turniertag standen sich zu Beginn noch einmal die beiden Drittplatzierten gegenüber. Auch hier gewann die Mitteldeutsche Auswahl Nord wieder deutlich gegen die Spielgemeinschaft von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Um den dritten Platz kämpften im Anschluss die Mitteldeutsche Auswahl Süd und Baden-Württemberg gegeneinander. Nur am Anfang war die Partie ausgeglichen, doch Mitte der ersten Halbzeit setzte sich Baden-Württemberg ab, gab den Vorsprung bis zum Ende des Spiels nicht mehr her und siegte schließlich mit 36:19. Im Finale kam es dann zum Showdown zwischen den beiden Favoriten Bayern und Berlin. Bayern erwischte mit einem 8:2 nach zweieinhalb Minuten den besseren Start. Zur Halbzeit hatte sich Berlin aber wieder gefangen und übernahm mit 11:10 die Führung. In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel spannend. In einer dramatischen Schlussphase setzte sich Berlin schließlich mit 27:24 durch. Auch wenn der Turniersieg für die Spielerinnen sehr wichtig ist, noch wichtiger ist bei „Talente mit Perspektive“ die individuelle Leistung der Spielerinnen. Und deshalb waren nach dem Finale alle gespannt auf die Nominierungen der Bundestrainer für die beiden Regionalkader des Turniers. Diese folgten direkt im Anschluss des letzten Spiels durch Stefan Mienack im Beisein von BVSA-Geschäftsführer Florian König.

Regionalkader

Folgende 24 Spielerinnen wurden für das Finalturnier in Heidelberg nominiert:

Team Halle 1:

Lena Dziuba (SV Halle), Meike Ludwig (Chemcats Chemnitz), Anica Bertram (Chemcats Chemnitz), Luise Roland (Chemcats Chemnitz), Clara Wilke (SC Spandau), Helen Spaine (TuS Lichterfelde), Carla Kolb (TS Jahn München), Olivia Borsutzki (TS Jahn München), Praise Eghareba (TSV München Ost), Vroni Lang (ESV Staffelsee), Johanna Gerlinger (BBC Stuttgart), Antonia Fuchsbauer (TG 48 Würzburg)

Team Halle 2:

Talena Fackler (TS Jahn München), Jolanda Wiesbröck (TuS Bad Aibling), Paula Graichen (TS Jahn München), Paula Wenemoser (TG 48 Würzburg), Michelle Pohl (TG Sandhausen), Lilly Feistkorn (BiG Gotha), Lilli Frölich (Chemcats Chemnitz), Lina Sontag (TuS Lichterfelde), Martha Pietsch (TuS Lichterfelde), Gemma Grüttner Bacoul (TuS Lichterfelde), Leoni Gallus (ALBA Berlin), Clara Gausepohl (TSV Malmsheim)

Die beiden neu formierten Teams treten vom 21.-23. April 2017 in Heidelberg gegen die anderen beiden Regionalteams an, die vom 27. bis zum 29. Januar 2017 in Osnabrück nominiert wurden. Bei diesem Finalturnier werden dann die besten 12 Spielerinnen in den ING-DiBa Perspektivkader 2017 berufen. Fotos des Turniers in Halle gibt es auf www.talente-mit-perspektive.de.

Das Turnierergebnis im Detail:
1. Berlin
2. Bayern
3. Baden-Württemberg
4. Mitteldeutsche Auswahl Süd

5. Mitteldeutsche Auswahl Nor
6. SG Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern